Eine Entstehungsgeschichte aus Feuer und Eis

Mit knapp 103.000 km² ist Island die größte Vulkaninsel der Welt. In den Eiszeiten war Island beinahe vollständig mit Eis bedeckt und auch heute noch bedecken Gletscher fast 11% der Oberfläche dieser Insel. Zwei tektonische Platten, auf denen Island liegt, driften jährlich ca. 2 cm auseinander, doch durch die vielen aktiven Vulkane wird die Insel fortwährend mit Gesteinsmaterial versorgt und die Risse somit aufgefüllt. Die heutige europäische Insel wurde erstmals im 4. Jahrhundert v.Chr. erwähnt und erhielt ihren Namen im 9. Jahrhundert durch den Norweger Hrafna-Flóki. Offiziell gesichert ist die Besiedlung durch die Wikinger im Jahr 870, die schon 50 Jahre später eine parlamentarische Regierung gegründet haben, worauf die Isländer auch heute noch stolz sind.

Tourismus als permanent wachsender Wirtschaftszweig

Der zweitgrößte Wirtschaftszweig des Landes wird durch den Tourismus eingenommen. Im Jahr 2000 waren mit über 300.000 Touristen sogar mehr Urlauber als Einwohner auf Island. Ein Großteil dieser Touristen stammt aus Europa. Die Hauptstadt Reykjavik bietet viele Märkte, die neben dem gesamten Stadtbild von der Aussichtsplattform Perlan betrachtet werden können. Zahlreiche Museen, Cafés und Pubs in der Innenstadt machen zusätzlich zum regen Nachtleben am Wochenende den besonderen Charme der Stadt aus und bilden ein Kontrastprogramm zu den Naturerfahrungen. 

Islands einzigartige und ursprüngliche Natur

Besonders beliebt sind Reisen nach Island duch die einmalige und aufsehenerregende Natur. Statistisch betrachtet bricht auf dieser Insel alle 4 Jahre einer der 30 aktiven Vulkane aus und so ist es nicht verwunderlich, dass ganze Wüsten aus Lava und anderem Gestein entstanden sind. Auch Fjorde und Geysire prägen das Bild der Natur und bieten unnachahmliche Naturschauspiele. Der Große Geysir im Südwesten von Island, der Stori Geysir, bekannt seit dem 13. Jahrhundert, bricht seit dem Jahr 2000 mehrmals am Tag aus. Verantwortlich dafür dürften einige Erdbeben sein, die dafür gesorgt haben, dass der seit 1915 schlafende Geysir wieder erwacht ist. In den Gewässern um die Insel herum ist es zudem noch möglich Wale zu beobachten, denn über 20 Arten können dort gesichtet werden wie beispielsweise Blauwale und Orcas. Die neugierigsten unter ihnen sind die Zwergwale, deren Verhaltensweisen denen von Delfinen ähneln.